2. Februar 2025
Auszüge aus einem 61 Folien umfassenden Vortrag unseres wissenschaftlichen Beirats aus November 2024, der in der Schweiz – zumindest unter Hufschmieden – bereits einiges bewirkt hat.
Die ersten dokumentierten Behandlungsverläufe mit unseren Produkten sehen ausgezeichnet aus.
Der Vortrag lieferte neben einem historischen Rückblick ( z.B. was wusste man bereits vor über 100 Jahren über Hufkrebs; was ist schlichtweg in Vergessenheit geraten? Und wo ist speziell die Pferde-Medizin sicherlich „falsch abgebogen“?) auch Aufschluss über neueste Forschungserkenntnisse unseres Netzwerks.
Ein besonderes Anliegen unsererseits bestand darin, die Parallelen der digitalen Dermatitis (DD) anderer Tierarten (Rind, Schaf, Elch) zum „Hufkrebs“ der Equiden darzustellen, der tatsächlich nichts anderes als eine in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftretende digitale Dermatitis des Pferdes ist.
Die Erreger – und dies werden wir in den nächsten Wochen durch ein entsprechendes Institut der Charité entsprechend präzise darstellen lassen können – überschneiden sich erheblich, wobei aus unserer Sicht den verschiedenen Treponemen-Arten (siehe Bild 4) eine vorrangige Bedeutung zukommt.
Nun stellt sich natürlich die Frage: wenn man die Ursachen solcher dem Hufkrebs sehr ähnlicher Erkrankungen beim Rind und Schaf kennt und intensiv erforscht (vorrangig in GB und USA), warum passiert das bislang bei unserem geliebten Pferd nicht???
Die Antwort hierauf ist mehrteilig:
1) Weil sich die Nutztier- und die Pferde-Medizin in den letzten Jahrzehnten komplett voneinander abgespalten haben. Moderne Behandlungsmethoden für Nutztiere, wie z.B. die durchaus üblichen Klauenbäder, werden somit überhaupt nicht in Erwägung gezogen.
2) Weil es im Gegensatz zum Landwirt, der konkurrenzfähige Lebensmittel produzieren muss und sich solche Kosten gar nicht leisten könnte, der Pferdehalter ohnehin gewöhnt ist, für jegliche tierärztlichen Behandlungen zu bezahlen, seien sie nun erfolgreich oder nicht.
3) Weil es immer noch Universitäten gibt, deren Professoren die alte Methode lehren und darüber publizieren, wie einfach und toll sie operieren – während sie real keinerlei Belege für irgendeine wirklich langfristige Heilung beibringen können (Stichwort: wissenschaftliche Evidenz).
Für die klassische OP-Methode gibt es solch eine Evidenz schlichtweg gar nicht und im Humanbereich würde daher auch keine Krankenkasse solche unsicheren Eingriffe bezahlen.
Bei den Pferdeversicherungen wird daher in absehbarer Zeit sicherlich auch ein Umdenken erfolgen…..



