17. Februar 2026
Blutbild mal wieder unauffällig.
Infektion bleibt „unter dem Radar“ des Immunsystems.
Die Fotos zeigen 2 Sachverhalte, die mal wieder zusammenpassen wie die berühmte Faust aufs Auge:
Foto 1 + 2: Klinischer Befund am Huf vorne links. Krebs in der medialen Strahlfurche mit Tendenz Richtung Eckstrebe. Die Infektion ist tatsächlich leider schwerer und tiefer als es hier erscheinen mag.
Foto 3 + 4: Laborbefund (Gewebeuntersuchung mit Antikörper), der einen massiven Befall mit Treponemen (Überbegriff „Spirochäten) aufweist und die von diesen Bakterien verursachten erheblichen Schäden erkennen lässt.
Was hierzu jedoch mal wieder gar nicht passt, ist das große Blutbild, das keinerlei Auffälligkeiten, also Hinweise auf vorhandene Entzündungen oder Infektionen, liefert.
Ein Phänomen, das wir auch bei deutlich schlimmeren Fällen immer wieder feststellen und angesichts dessen man sich natürlich nach den Hintergründen fragt.
Die Lösung ist relativ einfach zu finden, wenn man in wissenschaftlichen Arbeiten über Treponemen bzw. Spirochäten auf internationalen Plattformen, wie z.B. Pubmed, recherchiert.
Treponemen sind nämlich in der Lage, sich durch die Ausschüttung entsprechender Enzyme gegenüber dem Immunsystem unkenntlich zu machen. Sie bleiben also, zumindest eine ganze Zeit lang, gewissermaßen unter dem Radar des Immunsystems.
Kurz gesagt: Keine Erkennung -> keine Bekämpfung -> keine erhöhten Entzündungsmarker im Blut.
Wenn es bei erkrankten Pferden vorrangig um die Abklärung ernährungsphysiologischer Aspekte (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente, mögliche Toxine) geht, empfehlen WIR aus verschiedenen Gründen übrigens anstelle eines großen Blutbildes eine Mähnenhaar- oder Fellanalyse im Labor. Qualifizierte Anbieter nennen wir gerne auf Anfrage.



