19. Januar 2026
1) Die Parallelen zwischen Hufkrebs beim Pferd und der Syphilis des Menschen, deren Symptome keineswegs nur an Geschlechtsteilen auftreten. (Foto 2 zeigt die Hand eines in Stadium 4 (Neurosyphilis) erkrankten Patienten.)
2) Und warum heißt diese Erkrankung des Pferdes im Deutschen eigentlich „Huf-KREBS“, obwohl doch medizinisch eindeutig ist, dass der Begriff nicht zutreffend ist. Vielleicht ein Übersetzungsfehler?
Beide Sachverhalte lassen sich anhand der Fotos (hoffentlich) allgemeinverständlich erklären.
Während wir bei an Hukrebs erkrankten Pferden mittels entsprechendem Antikörper regelmäßig (bisher 100%!) einen starken Befall mit Treponemen nachweisen können und daraus einen klaren Zusammenhang ableiten, ist der Verursacher der menschlichen Syphilis seit langer Zeit eindeutig bestimmt: Treponema pallidum.
Die Läsionen, die u. a. an Händen und Füßen erkrankter Personen auftreten, erinnern in ihrer Erscheinung und Entwicklung sehr an die Phänomene, die wir an Pferdehufen feststellen.
Die Behandlung gegen Treponemen gestaltet sich beim Pferd jedoch, zumindest nach unseren bisherigen Feststellungen, noch wesentlich komplexer als beim Menschen, zumal hier verschiedene Subspezies dieser Bakterien zusammenkommen.
Beim Pferd forscht bislang niemand in diese Richtung, was jedoch eigentlich Aufgabe öffentlich subventionierter Universitätskliniken wäre
. Mehr oder weniger sinnlose Operationen sind einfacher und bringen immer noch schönes Geld in die Kassen.
Die genaue Bestimmung der im jeweiligen Hufkrebsgewebe vorkommenden Treponemen (soweit erforscht und benannt) lässt sich auch heute bereits realisieren, allerdings noch zu erheblichen Kosten (ca. € 1.600 pro Pferd), während der Aufwand für einen allgemeinen Nachweis bei einem Zehntel diese Betrages liegt.
Eine weitere, offensichtliche Parallele zwischen der Syphilis des Menschen und dem Hufkrebs des Pferdes, allerdings linguistischer Art, beruht auf der Tatsache, dass man offensichtlich schon vor langer Zeit sehr ähnliche Phänomene bei beiden Erkrankungen erkannt hat.
Die Ähnlichkeit des allgemeinsprachlichen deutschen Begriffs „Schanker“ für Syphilis und der englischen Bezeichnung „Canker“ für Hufkrebs dürfte nicht von ungefähr kommen.
in einer ungenauen Rückübersetzung zum „Hufkrebs“ geworden sein.
Wie dem auch sei: aus unserer Sicht wäre für diese Erkrankung, in all ihren Formen und Schattierungen, der Begriff der „digitalen Dermatitis der Pferdes“ inzwischen deutlich zutreffender.

