8. August 2026
Infektiosität und Übertragungswege, Hufkrebs
Kein spektakuläres Bild oder Video, aber eines, das mal gezeigt werden muss – die gründliche Desinfektion einer Pferdebox.
Warum wir das machen?
Weil in dieser Box ein Pferd gestanden hat, das an Hufkrebs erkrankt war.
Und weil wir entsprechend aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und sowie umfassender praktischer Erfahrungen und Beobachtungen sehr wohl davon ausgehen, dass eine Übertragung z. B. über Bodenbeläge erfolgen kann (wohlgemerkt „kann“, nicht „muss“).
Als weiterer Übertragungsweg für uns ganz klar: Hufbearbeitungs-Werkzeuge des Hufbearbeiters oder auch Tierarztes, die nach dem Kontakt mit infizierten Hufen nicht effektiv desinfiziert werden❗️Treponemen sind zwar als mikroaerophil eingestuft, überleben aber britischen Studien zufolge auch mehrere Stunden an der Atmosphäre.
In einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus käme sicherlich kein Mediziner auf die Idee, nach der Versorgung einer infizierten und eitrigen bzw. exsudierenden Wunde mit demselben Besteck zum nächsten Patienten zu gehen.
Beim Hufkrebs-Pferd machen sich nicht nur die Wenigsten, vorrangig Hufschmiede, hierüber Gedanken. Die Möglichkeit einer Übertragung wird oft sogar vehement bestritten, wie Besitzer/innen immer wieder berichten.
Dass solche Behauptungen dann auch oft noch von Tierärzten (woher wissen die das und was macht sie so sicher 🤷♂️) untermauert werden, macht die Sache inzwischen wirklich bedenklich.
Unser Rat daher: Safety first, den gesunden Menschenverstand einschalten und sich nicht beirren lassen.
Zur Desinfektion von Hufmessern eignet sich übrigens ein starker Chlorreiniger.
Hier im Bild zur Boxenreinigung verwendetes Produkt:
https://ath-horsecare.net/de/peressigsaeure-0-8-basic-plus-5l.html
